Eine Ligasaison mit Höhen und Tiefen, aber Klassenerhalt verpasst.

Nach einer eher durchwachsen vergangenen Ligasaison 2016 hofften wir, in diesem Jahr eine schöne und sportlich erfolgreiche Saison zu absolvieren. Doch das wurde schwierig.

 

So starteten wir die Ligasaison im April in Grafenberg. Offensichtlich lag der topografisch sehr unterschiedliche Platz Eldrid besonders, denn sie spielte Brutto eine 81, wurde Gesamtvierte und sie verbesserte auch ihr Handicap. Auch die anderen Ergebnisse konnten sich einigermaßen sehen lassen, so dass wir sowohl beim Tagesergebnis als auch beim Gesamtergebnis einmal den Dritten Platz einnehmen konnten. Tapfer schlug sich auch unser Rookie Monika. Sie war zwar unser Streichergebnis, dennoch konnte sich ihr persönliches Ergebnis sehen lassen.
Bei unserem Heimspiel im Mai hofften wir, doch einmal die vorderen Tabellenplätze zu erklimmen, doch irgendwie kamen wir alle nicht so recht in Form. Leider reichten auch die 80 Bruttoschläge von Dominique und 82 Schläge von Kerstin nicht aus, uns nach vorne zu pushen, denn der Rest der Gang war noch nicht in Form. Lag es daran, dass es für unseren Heimatplatz noch zu früh in der Saison war oder auch, dass uns wieder eine Spielerin (Eldrid) nicht zur Verfügung stand? Sie wünschte uns aus New York viel Erfolg, doch das reichte nicht. Lohn der Arbeit im Schmitzhof: Tagesvierte und Gesamtdritte. Na ja, daran konnten wir doch arbeiten.
Interessant wurde es beim dritten Spiel im Juni in Am alten Fließ. Irgendwie lag uns das Gelände. Ordentliche Ergebnisse haben wir doch vorlegen können, so dass es sogar zum 2. Platz bei der Tagesplatzierung reichte. Toll spielte insbesondere Kerstin. Mit 77 Bruttoschlägen war sie schlaggleich mit einer Lokalmatadorin und verbesserte auch ihr

Handicap um 2 Schläge. Dominique konnte 78 Schläge zum Gesamtergebnis unserer Mannschaft beisteuern. Wir anderen blieben alle im Rahmen unserer Spielmöglichkeiten. So waren wir zwar Tageszweite, doch insgesamt fielen wir auf den vierten Tabellenplatz zurück. Die Heimmannschaft hatte ihren Heimvorteil genutzt und sich mit 6 Punkten vor uns platziert. Doch wir hatten ja noch ein paar Spiele vor uns. Der Abstand zum Fünftplatzierten Elfrather Mühle betrug immerhin noch 17 Punkte, zum sechsten, den Mädels aus Rhein-Sieg noch 36 Punkte. Aber beide Mannschaften hatten noch das Heimspiel vor sich.
Anfang Juli ging es dann nach Hubbelrath. Eldrid war jetzt zwar nicht mehr im Urlaub, aber auch sie quälten Rückenprobleme, so dass wir auf sie verzichten mussten. Monika, schon vertraut mit den Ligaspielen, musste ran. Hubbelrath liegt uns offensichtlich nicht so sehr, denn richtig gute Ergebnisse konnten wir auf diesem hügeligen Platz nicht ins Clubhaus bringen, damit hatten wir bei den Tagesergebnissen den 5. Platz erspielt, konnten aber, da die anderen Mannschaften noch mehr mit dem Platz zu kämpfen hatten,

den dritten Tabellenplatz in der Gesamtwertung zurück gewinnen. Jetzt hatten wir 6 Schläge vor Am alten Fließ auf dem vierten Platz und auch etliche Schläge auf die letzten Tabellenplätze. Dass es uns nach der Runde noch ein bisschen in Hubbelrath gefallen hat, zeigen Dominique und Kerstin.
Ja und dann kam nach einer Woche das Spiel in Rhein-Sieg. Offensichtlich wollten die Damen den Abstieg mit aller Macht verhindern, denn sie boten eine Spielerin mit einem Handicap von -1,2 auf, die dann bei diesem Spiel eine 70 ins Clubhaus brachte. Und auch die anderen Damen waren ziemlich gut dabei – Ende vom Lied: Tagessieg für RheinSieg und eine Verbesserung auf den fünften Tabellenplatz – und nur 5 Punkte hinter uns. Eldrid war jetzt wieder an Bord und spielte wieder mit. Aber wir blieben unserer Devise.

treu und erspielten die vierte Tagesplatzierung und konnten noch unseren Tabellenplatz halten. Aber jetzt wurde es allmählich eng.
Das letzte Spiel für diese Saison fand im August in der Elfrather Mühle statt. Wir hofften auf einen Tag ohne Regen und unser Wunsch wurde erfüllt. Nur Kerstin, die im letzten Flight spielte, bekam einen ordentlichen Regenguss ab. Sorry, das hatten wir nicht bestellt! In Elfrath mussten wir es schaffen, den Abstieg zu vermeiden. Rechtzeitig meldete Petra, dass sie uns trotz immer noch vorhandener Rückschmerzen beim letzten Spiel unterstützen werde. Doch reichten ihre 83 und die 88 Schläge von Kerstin nicht aus, uns vor dem Gang in die dritte Liga zu retten. Die Mädels von Hubbelrath, die die ganze Saison eine konstante Leistung bringen konnten, steigen auf in die erste Liga – das
verdient Respekt.
Auch wenn wir, was die sportliche Seite betrifft, nicht zufrieden sein können, sind wir realistisch genug zu sehen, dass ein so begrenzter Kader, wie wir ihn derzeit haben, nicht in die zweite Liga gehört. Unsere Personaldecke ist zu klein, um groß aufspielen zu können. In der nächsten Saison ist auch Eldrid nicht mehr dabei, da sie den Club verläßt. Vielleicht sagt dieser wehmütige Blick von ihr alles. Bernd, Gertruds Caddy und Gatte, schaut ebenso skeptisch drein. Wir müssten
uns im nächsten Jahr vielleicht personell verstärken und dann ein neues Ziel definieren.
Fazit für diese Saison: wir haben das Beste gegeben, was für uns möglich war. Mehr ging nicht! Für das kommende Jahr müssen wir überlegen, wer uns spielerisch verstärken kann. Denn 8 Mannschaftsmitglieder sind für einen starken Ligaauftritt zu wenig.
Dennoch gilt Gertruds und mein Dank allen Mädels, die in dieser Liga mitgespielt und als Reserve zur Verfügung gestanden haben. Dank auch an alle Caddies und an die Partner, die so oft auf uns verzichten mussten. Es hat Spaß gemacht Euer Captain zu sein. Jetzt geht es nur noch darum, einen netten Saisonabschlusstermin zu finden, bei dem wir einmal alles Revue passieren lassen können und vielleicht auch eine Perspektive für die nächste Saison.

Herzlichst

Eure Marianne

 

Written by harryhamdan