In der Saison 2016 hatten wir, die Seniorinnenmannschaft, vor dem letzten Spiel im Lärchenhof noch den Abstieg in die 4. Liga vor Augen. Dem entgingen wir damals nur, weil die Meerbuscherinnen ihren Vorsprung von 17 Schlägen buchstäblich „verspielten“ und wir uns dadurch noch mit 3 Schlägen Vorsprung auf den sicheren 4. Platz retten konnten. Erstaunt waren wir natürlich, dass wir in dieser Saison Meerbusch dann trotzdem in der 3. Liga wieder begegneten. Der Grund dafür war, dass andere Mannschaften ihre Meldung für die neue Saison zurückgezogen hatten, so dass „aufgefüllt“ werden musste.

In diesem Jahr hieß das Saisonziel denn auch nur ganz bescheiden:“Klassenerhalt sichern“!

Los ging es am 25. April in Wildenrath, wo wir uns hinter unserem Nachbarklub (84) direkt den zweiten Platz (109) sichern konnten, vor Meerbusch (111), Hünxerwald (130), Düsseldorfer GC (136) und Mettmann (138).

Eigentlich waren wir der Überzeugung, dass die Düsseldorferinnen nach ihrem Abstieg aus der 2. Liga den direkten Wiederaufstieg fest im Blick haben würden. Danach sah es nun allerdings erst einmal nicht aus.

Am 9. Juni ging es in den Hünxerwald bei Dinslaken. Bei unserem Probespiel einige Tage vorher war der Platz frisch gesandet und fast nicht bespielbar. Uns schwante Fürchterliches, aber über das Wochenende hatte die Pflegemannschaft ein kleines Wunder vollbracht. Auch hier kam wieder der Heimvorteil zum Tragen, wenn er auch geteilt werden musste: Hünxerwald (115), Düsseldorfer GC (115), Schmitzhof (123), Wildenrath (133), Meerbusch (135), Mettmann (159). Die beste Spielerin aus Wildenrath konnte wegen einer Autopanne nicht rechtzeitig am Start sein, was bestimmt einen Unterschied von 10 Schlägen ausgemacht hat. In der Gesamtplatzierung blieb Wildenrath aber weiterhin 1. vor Schmitzhof, Hünxerwald, Meerbusch, Düsseldorf und Mettmann.

 

Zwei Wochen später stand schon Meerbusch auf dem Programm. Auch hier siegte wieder die Heimmannschaft (89) vor dem Düsseldorfer GC (95), der mit Uschi Beer (Hcp 1,7) eine Nationalspielerin aufgeboten hatte, danach Mettmann (112), Schmitzhof (113), Wildenrath (116) und Hünxerwald (146).

Wildenrath blieb 1. in der Gesamtplatzierung mit insgesamt 333 Schlägen, Meerbusch (345) hatte uns Schmitzhoferinnen (345) „überholt“, es folgten Düsseldorf (346), Hünxerwald (391) und Mettmann (409).

Jetzt waren wir wirklich der Meinung, dass die Düsseldorferinnen in den restlichen Spielen nun „Ernst machen“ würden mit dem Wiederaufstieg. Nur Marianne Mussalati glaubte fest an das „Unmögliche“!

Am 11.Juli waren wir im Düsseldorfer GC. Die Heimmannschaft, wieder mit Uschi Beer, spielte eine 75,5. Als einzige andere Mannschaft ohne ein Ergebnis von 100+ gelang uns eine 91,5 vor Wildenrath und Meerbusch (jeweils 99,5), sowie Hünxerwald und Mettmann (beide 109,5).

Düsseldorf (421,5) war nun 1. in der Gesamtplatzierung, es folgten Wildenrath (432,5), Meerbusch (434,5), Schmitzhof (436,5), Hünxerwald (500,5) und Mettmann (518,5).

Nun war Düsseldorf endgültig vorne, und wir bestrebt, den Klassenerhalt zu sichern. Das sollte doch wohl gelingen, vorne gab es ein „Quartett“, während die beiden Mannschaften auf den „Abstiegsplätzen“ 5 und 6 vor den beiden letzten Spielen schon mit einem erheblichen Abstand hinten lagen.

von links nach rechts:
Lisa Hollunder, Heidi Walter, Sigrid Jennrich, Andrea Schrötgens, Stefanie Hellmich, Gertrud Ohlenforst, Marianne Mussalati, Irene Specks. (Aufgenommen wurde das Foto am 17.10. im Kölner GC beim privaten Saisonabschluss der AK 50 Damenmannschaft. Es fehlen: Josa Sieben und Michaela Jägers, beide verreist, Birgit Battenstein und Uta Weinforth, jeweils beruflich verhindert.)

 

Unser Heimspiel im Schmitzhof war am 15. August. Wir hofften natürlich ebenfalls endlich mal auf einen Heimsieg, den wir leider in der Vergangenheit selten vorweisen konnten. Als einzige Mannschaft neben dem Hünxerwald konnten wir kein einstelliges Handicap aufstellen, aber Unterspielungen durch Gertrud Ohlenforst (2. Brutto) und Lisa Hollunder,(4. Brutto) und eine insgesamt tolle Mannschaftsleistung sicherten uns den Tagessieg mit einer 78,5. Andrea Schrötgens ( 5. Brutto) konnte „puffern“, Marianne Mussalati kam im Brutto auf den 10. , Uta Weinforth auf den 14. Platz. Meerbusch (92,5), Wildenrath (100,5), Düsseldorf (101,5), Hünxerwald (108,5), Mettmann (112,5).

Dieses Resultat „katapultierte“ uns auch im Gesamtergebnis (515) auf Rang 1 ,

vor Düsseldorf (523), Meerbusch (527), Wildenrath (533), Hünxerwald (609), Mettmann (631).

Und plötzlich schien der Aufstieg in die 2. Liga in Reichweite !!! Alles hing vom letzten Spiel am 29. August in Mettmann ab. Auch hier gab es einen Heimsieg. Als Letztplatzierte in der Gruppe spielten die Mettmannerinnen eine sensationelle 64, gefolgt von Wildenrath (72), Schmitzhof (76), Hünxerwald (90), Meerbusch (96) und Düsseldorf (105!!).

Das war der Aufstieg in die 2. Liga für uns Schmitzhoferinnen mit insgesamt 591 Schlägen.

Wildenrath (605), Meerbusch (623), Düsseldorf (628), Mettmann (695), Hünxerwald (699).

Gelungen ist uns dieser Überraschungssieg durch eine wirklich geschlossene Mannschaftsleistung.

In allen Spielen eingesetzt, und natürlich immer vorne mit in der Wertung durch ihre Beständigkeit, war Gertrud Ohlenforst. Ihr folgen mit je 5 Einsätzen unsere andere „Bank“, Marianne Mussalati und Lisa Hollunder, unsere „Kampfmaus“, die ebenfalls jedes Mal in der Wertung waren. Auf je 4 Einsätze kommen Josa Sieben und Uta Weinforth, 3x spielten Andrea Schrötgens und Sigrid Jennrich, 2x Irene Specks und Heidi Walter, je 1x Birgit Battenstein und Michaela Jägers.

Insgesamt war es eine spannende Saison mit sehr netten Spielerinnen aus den anderen Klubs.

Auch der Wettergott war uns in diesem Jahr überwiegend freundlich gesonnen.

In der 2. Liga wird natürlich die „Luft dünner“. Aber wir hoffen auf Verstärkung durch „neue“ 50-Jährige, die mit ihren sehr guten Handicaps der Mannschaft vielleicht durch den einen oder anderen Einsatz neben ihrer Berufstätigkeit einen kleinen „Puffer“ verschaffen!

Liebe Heidi,
so sehen Sieger aus. Und die Hände!!! Man achte auf die Zeichen. Sind die etwa doppeldeutig???

 

Unsere „Konkurrenten“ in der Saison 2018 sind der Kölner GC, Hubbelrath, Düren, Rhein-Sieg und Siegen-Olpe.Die Moral ist gut, wir werden kämpfen und die neue Saison genießen – egal, wie sie ausgeht.

Heidi Walter

(Mannschaftsführerin)

Written by harryhamdan